Quellennachweise

annemarie-pickhardt-1947Die wichtigste Quelle ist meine Mutter Annemarie Simon (geb. Pickhardt).
Sie hat in all den Jahren alle Unterlagen (Geburts-, Heirats und Sterbeurkunden, Ahnenpässe, etc), gesammelt und zusammengestellt. Sie wußte, warum die Pickhardts nach Amerika gingen. Sie kennt die Familienbeziehungen in Gummersbach, wer mit wem und noch viele Anekdötchen.
Danke nochmal

 

(Gemälde von Walter Zimmermann 1947, Gummersbach).

 

Nordrhein-Westfälisches Personenstandsarchiv Rheinland

Schloß Augustusburg
(Eingang Schloßstr. 12)
50321 Brühl
Tel. (0 22 32) 4 29 48

Übersicht über die Kirchenbücher des Personenstandsarchivs Brühl. Bearb. von Karin Horn u.a. 1970 (Veröff. der staatl. Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe B, Heft 2).

 

Stadtarchiv Gummersbach

 

wappenAuf dem Ahnennachweis des Harry Pickhardt (USA) von 1931 befindet sich ein Wappen. Um diese Herkunft dieses Wappen festzustellen bin ich im Historische Archiv der Stadt Köln, Severinstr. 222, fündig geworden. In der „Illustrations of Armorial General“ London 1967, fand ich unter dem Namen „Piccardt“, daß dem Wappen von Harry Pickhardt analoge Wappen. Dieses Wappen stammt aus Drenthe, Holland. Drenthe ist eine Provinz in Nordosten Hollands mit der Provinzhauptstadt Assen. Eine Erläuterung,  wann es verliehen an wen verliehen und zu welchen Zweck konnte ich nicht feststellen. Finden konnte ich nur eine kurze Beschreibung in französisch: „Piccardt de Drenthe: D’azur un membre d’aigle dor la serre en bas“

 

 

Version Harry Pickhardt (Fiktiv)

Pickhardt Kopie Aus der „Illustrations of Armorial General“ London 1967

 

1Kerk-Pieterburen-graf-van-Johan-Piccardt  Grabstein von Johann Piccardt, Drenthe, 1600, in der Kirche in Pieterburen, Groningenn, NL

 

B.Baldus, Die wirtschaftliche u. soziale Entwicklung im Kreise Gummersbach, Dissertation 1927, gedruckt in Gummersbach 1927

Hier ein Auszug:
Unter dem in einem Adreßbuch von 1862 aufgezählten Gewerbe befanden sich auch zwei Textilbetriebe, beide in der Winterbecke gelegen: J. W. Sondermann und Ernst Wilhelm  Pickhardt. Letzter war ein unternehmender, weitschauende Mann und damals gerade dabei den Bankrott gegangenen kleinen Textilbetrieb seines Vaters (heute steht hier die Tapetenfabrik P+S) in eine wahre Goldgrube umzuwandeln. Etwa Mitte der 1850er Jahr übernahm Ernst W. Pickhardt vom Knopffabrikanten Müller in Friedrichstal einen dort nicht recht funktionierenden Reißwolf und setzte fortan der Wolle aus Lumpen gewonnene Kunst- und Reißwolle bei. Damit hat das Kunstwollverspinnen im Kreise Gummersbach seinen Einzug gehalten. Der finanzielle Erfolg war enorm, so enorm, daß Pickhardt die Zahl seiner Spindeln von 200 im Jahre 1851 auf über 4000 im Jahre 1867 steigern konnte. Damit stand er an der Spitze im Kreis Gummersbach. Der Anlagewert betrug die staunenswerte Summe von über 380.000 Mark.
Um 1854/55 also begann Ernst Wilhelm Pickhardt mit der Verarbeitung von Kunstwolle und im gleichen Jahrzehnt, etwa 1858/1859, machte er noch ein zweites Mal Industriegeschichte: Das schon damals recht spärliche Rinnsal (Fluß) – GummersBach genannt, zwang in heißen Sommern immer wieder dazu, die versiegenden Wasserenergie durch Muskelkraft zu ersetzen. Arbeiter mußten die Krempelmaschinen mit Hand drehen, Finanziell besser ausgestattet als sein Vater, wagte sich Ernst Wilhelm Pickhardt sich vom Wasserstand des Gummersbach-Bächlein unabhängig zu machen, indem er eine Dampfmaschine aufstellte – die erste damals weit und breit. 1863 waren es im Kreise Gummersbach ganze 5 Dampfmaschinen mit insgesamt 50 PS. Erst gegen Ende der 60 er Jahre wurden vermehrt Dampfmaschinen angeschafft, und 1875 gab es dann im Kreis 42 entsprechende Anlagen.
So war mit der Reißwolle, Rundstuhl und Dampfkraft ein ganz neue Qualität der Textilfabrikation entstanden. Die Textilindustrie nahm – durch die Impulse der Gründerjahre nach 1870/71 noch beflügelt einen ungeahnten Aufschwung

Rainer Jonas, der sich sehr viel Mühe gemacht hat und viele Gummersbacher Familie auf seiner Homepage dargestellt hat.

Weiterhin möchten ich mich bedanken bei Sarah Reveley aus San Antonio in Texas, USA, deren Vorfahren (Heuser, etc ) auch aus Gummersbach stammen und die mir u.a. Fotos und Dokumente schickte.