metallwerk elektraMetallwerk Elektra GmbH

 

 

 

In seinen Buch „Kapital war nötig“ beschrieb Jürgen Woelke kurz die Geschichte der Elektra.

 

….Das unternehmerische Glück ist Richard Siebel auf Dauer nicht hold. Ende des Krisenjahrzehnts, dem fast die Halfte der Gummersbacher Textilbetriebe zum Opfer gefallen war, muß 1899 auch Richard Siebel seine Spinnerei aufgeben; er verkauft an den benachbarten Spinnereibesitzer Ernst Heinrich Pickhardt , der aber die aufgegebene Textilfabrik nicht fortführt oder in seine eigene Spinnerei integriert, sondern ganz im Gegenteil die Räumlichkeiten nutzt und sich angesichts der Krisenanfalligkeit seiner angestammten Branche ein ganz anders geartetes zweites Standbein schafft,  ähnlich wie schon zwanzig Jahre zuvor durch Griindung einer Tapetenfabrik. Mit Schwager Rudolf Siebert, dessen Bruder Adolf und dem Lüidenscheider Elektrofachmann Fritz Brockhaus gründet Ernst Heinrich Pickhardt — auch wenn in Gummersbach seit zehn Jahren bereits elektrisches Licht leuchtet, in weiten Teilen Oberbergs und darüber hinaus herrscht nach wie vor die Petroleumlampe — das elektrotechnische *Metallwerk Elektra*. In der alten Siebels Fabrik werden nun Fassungen, Schalenhalter und Schalter aus Metall für die Elektroindustrie gefertigt. Damit ist dieses Werk das erste heute recht beachtlichen Oberbergischen Elektroindustrie!“ Und wie schon die Siebels und so viele andere durch Einheirat in die führenden Familien Gummerbachs aufgenommen und integriert wurden und wie auch schon die Pickhardts und Sieberts mitsamt ihre Geschäften versippt und verschwagert waren, so wird  auch der tüchtige Fachmann und eigentliche Leiter der »Elektra«, Fritz Brockhaus, familiär in das gemeinsame Unternehmen eingebunden: Er wird Ernst Heinrich Pickhardt Schwiegersohn. Das Unternehmen entwickelt sich blendend: 1914 beschäftigt man schon 250 Arbeiter! 1917 aber brennt das Werk fast ganz ab, der Gründer kommt dabei ums Leben. Doch es geht weiter — bis 1974. Dann wird der Komplex von der benachbarten Tapetenfabrik Pickhardt & Siebert übernommen.
 
Fritz BrockhausFritz Brockhaus gründet mit  Ernst Heinrich Pickhardt – auch wenn in Gummersach seit 10 Jahren bereits elektrischen Licht leuchtet, in weiten Teilen des Oberbergerischen und darüber hinaus nach wie vor mit Petroleumlampen, – das „Metallwerk  Elektra“.

Weitere Unterlagen über die Elektra sind kaum zu finden.

Elektra produzierte und exportierte bis 1939 ausschließlich für den Südamerikanische Markt (Argentinien) Elektroapparate und Installationsmaterial. Durch die Boykottmaßnahmen im Ausland brach der Export zusammen. Der Betrieb wurde in die Rüstungsindustrie eingeschaltet (bhb). Dabei beschäftigte sich Elektra im wesentlichen mit der Herstellung von elektrischen Apparate und ähnlichem. Nachdem Krieg fing man mit bescheidenen Mittel, vornehmlich mit der Herstellung von Installationsmaterial (Bakelitschaltern etc.). Die Firma wurdde umbenannt in Metallwerk Elektra, Siebert&Brockhaus KG. Insgesamt konnte kein richtige Fertigung auf die Beine gebracht werden. In den 1974 Jahren ist Elektra in Konkurs gegangen.

Ein wichtiges Patent vom Metallwerk Werk Elektra habe ich gefunden. Der Blinker. „Fahrtrichtungsanzeigevorrichtung fuer Fahr- und Motorraeder “ von 1939/1941

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Firma wurde durch einen Brand 1917 zerstört und wieder aufgebaut

1917 Metallwerk Elektra nach Brand 11917 Metallwerk Elektra nach Brand 2